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60 Jahre Deutsch-Jordanische Zusammenarbeit

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Logo 60 Jahre deutsch-jordanische Entwicklungszusammenarbeit, © Deutsche Botschaft Amman

30.01.2019 - Artikel

Im Jahr 2019 feiert die deutsch-jordanische Entwicklungszusammenarbeit 60-jähriges Jubiläum. Deutschland unterstützt Jordanien als mittlerweile zweitwichtigster Geber bei der Modernisierung des Wasser-, Abwasser- und Abfallsektors sowie im Bereich Bildung, Berufsbildung und Beschäftigung.

Mit Beginn der Syrienkrise im Jahr 2011 flohen hunderttausende Menschen nach Jordanien. Sie werden seither in Flüchtlingslagern und in aufnehmenden Gemeinden versorgt, was die jordanischen Strukturen vor große Herausforderungen stellt. Die Bundesregierung trägt mit den gegenüber Jordanien eingegangenen Verpflichtungen einen wichtigen Teil zur Bearbeitung dieser Herausforderungen bei.

60 Jahre deutsch-jordanische Zusammenarbeit wirkt – wir haben viel erreicht und Jordanien bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise substantiell unterstützt.

So konnte in den letzten Jahren im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Wassersektor der Zugang zu Wasserversorgung für 1,86 Millionen Menschen verbessert werden, beispielsweise durch die Rehabilitierung von Pumpen, Brunnen und Wassernetzwerken. Der Bau einer Photovoltaikanlage im Flüchtlingscamp Za'atari ermöglichte 80.000 Menschen Zugang zu sauberem und günstigem Strom.

Im Bildungsbereich finanzierte die Bundesregierung die Gehälter von 7.200 Lehrkräften für 63.000 syrische Kinder, den Bau und die Modernisierung von Schulen für 269.000 jordanische und syrische Kinder und Jugendliche sowie die psychosoziale Betreuung von 51.000 Kindern und Jugendlichen. 90 Kindern mit Behinderungen konnte der Schultransport und eine besondere Betreuung ermöglicht werden.

Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit hat die deutsch-jordanische Zusammenarbeit 28.100 temporäre Jobs für jordanische und syrische Arbeitssuchende geschaffen. Unsere Förderung ermöglichte 417.000 Menschen die Aufnahme von Krediten für kleinunternehmerische Tätigkeiten.

Die deutsch-jordanische Zusammenarbeit widmet sich Zukunftsthemen und unterstützt Jordanien bei der Umsetzung der Agenda 2030.

Sie umfasst alle Säulen nachhaltiger Entwicklung und reicht von ressourcenschonender Wassernutzung über umweltfreundliche Energiegewinnung bis zur Förderung einer nachhaltigen, wirtschaftlichen Entwicklung und dem Ausbau eines inklusiven Bildungssystems. „Leave no one behind“, das Motto der Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) der Agenda 2030, gilt dabei für die Gegenwart und für die Zukunftschancen aller Kinder. Mit der Förderung von digitalen Bezahlsystemen und deren bewussten Einsatzes fördern wir die wirtschaftliche Teilhabe von Flüchtlingen sowie von bedürftigen Jordanierinnen und Jordaniern unter Einsatz moderner Technologien. Ebenso unterstützen wir die Förderung von Frauen in zukunftsträchtigen Berufen.

Deutschland ist heute und wird auch in Zukunft ein starker Partner an der Seite von Jordanien sein und drängende gesellschaftliche Herausforderungen durch die Entwicklungszusammenarbeit adressieren.

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