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Landsleutebrief - 02.03.2026

02.03.2026 - Pressemitteilung

Betreff: Aktuelle Informationen zur Sicherheitslage / Ausreisemöglichkeiten

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Landsleute,

die militärischen Auseinandersetzungen in der Region setzen sich fort. Verfolgen Sie aufmerksam Meldungen in lokalen Medien. Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte und des Zivilschutzes:

Die jordanische Regierung verfügt über Zivilschutzalarme für den Fall, dass Raketen, Drohnen oder andere Flugkörper in den jordanischen Luftraum eindringen. Bitte seien Sie äußerst wachsam und suchen Sie im Falle eines solchen Vorfalls Schutz in Gebäuden. Meiden Sie Fenster und setzen Sie sich nicht herabfallenden Trümmern aus. Sollte der Alarm ertönen und die Bevölkerung zum Aufsuchen von Schutz auffordern, verbleiben Sie bis zum Ertönen der Entwarnungssirene im Gebäude, nach Möglichkeit in einem fensterlosen Raum.


Zivilschutzalarm:

Die beiden Alarme sind:

Der erste Ton, bestehend aus drei kurzen, jeweils 30 Sekunden dauernden Signalstößen, signalisiert die Anwesenheit oder das unmittelbare Eintreffen von Gefahr und fordert die Bevölkerung auf, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, Schutz zu suchen und bei Verletzungen oder Schäden die Notrufnummer 911 zu wählen.

Der zweite Ton ist ein einminütiger, durchgehender, höherer Ton, der das Ende der Gefahr („Entwarnung“) signalisiert. Die Direktion für öffentliche Sicherheit (PSD) gibt an, dass Sirenen üblicherweise von einer Sprachnachricht (in Arabisch) begleitet werden, die den Grund für deren Aktivierung erläutert.

Entscheiden Sie in eigenverantwortlicher Abwägung Ihrer individuellen Situation, ob Sie an Ihrem Wohnort bzw. derzeitigen Aufenthaltsort ausreichend sicher sind oder aufgrund der angespannten Lage eine Ausreise auf dem Landweg in Erwägung ziehen wollen. Bitte beachten Sie, dass sich die Sicherheitslage jederzeit ändern kann. Eine Lagebewertung oder Gefährdungseinschätzung für Ihre persönlichen Umstände und individuelle Wegstrecke können wir für Sie nicht vornehmen.

Der jordanische Luftraum ist weitestgehend geöffnet, das Flugangebot ist aber bereits deutlich reduziert.

  • Prüfen Sie bei Flugausfällen und -verschiebungen immer wieder die Angebote der Fluglinien. Nutzen Sie auch Angebote von weniger bekannten Fluglinien und Flüge in andere Länder als Ihr endgültiges Zielland. Es ist ggf. leichter von dort aus einer Weiterreise zu organisieren, als direkte Verbindungen zu buchen. Kontaktieren Sie Ihre Fluggesellschaft direkt, um Informationen zu Flugänderungen zu erhalten, falls Ihr Flug betroffen ist.

  • Es gibt weiterhin Fährverbindung von Aqaba nach Taba oder Nuweiba in Ägypten. Für die Einreise nach Ägypten müssen deutsche Staatsagangehörige über einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass verfügen. Weitere Informationen zur Einreise nach Ägypten finden Sie in den Reise- und Sicherheitshinweisen zu Ägypten: www.diplo.de/aegyptensicher . Auf der ägyptischen Seite des Grenzübergangs steht mindestens im Zeitraum 2. bis 4. März tagsüber ein Team der Deutschen Botschaft in Kairo bereit, um deutsche Staatsangehörige mit weiteren Informationen zu unterstützen.

  • Auch die Grenzübergänge nach Saudi-Arabien sind laut öffentlicher Informationen weiterhin geöffnet. Für deutsche Staatsangehörige besteht eine Visumpflicht. Visa können entweder vorab elektronisch (www.mofa.gov.sa) oder on arrival an der Grenze beantragt werden. In letzterem Fall ist mit einer längeren Abwicklung zu rechnen. Gebühren müssen mit Karte bezahlt werden. Zur Einreise ist ein noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass erforderlich. Weitere Informationen zur Einreise nach Saudi-Arabien finden Sie in den Reise- und Sicherheitshinweisen: www.diplo.de/saudiarabiensicher .

Wenn Sie im Land verbleiben, beachten Sie unbedingt Folgendes:

  • Informieren Sie sich über die vorgesehenen Verfahren zu Luftalarm und Folgemaßnahmen, Rettungs- und Fluchtwege auch bei schlechten Sichtverhältnissen, Notfallnummern und Meldeverhalten, Ausweichunterkünfte, etc.
  • Bei Alarmierung durch wahrgenommene Luftschläge wird empfohlen sich nicht mehr im offenen Gelände aufzuhalten, sondern Schutz in einem Gebäude, grundsätzlich in einem niedrigen Stockwerk zu suchen. Bevorzugt werden sollten Gebäude, die bei Einschlägen das Aufsuchen eines Kellers/Schutzraums (Shelter) ermöglichen.
  • Halten Sie sich in einem Gebäude in einem fensterlosen Raum auf, der zusätzlich zur Außenwand des Gebäudes eine weitere Wand zwischen sich und einem möglichen Einschlag (Raum in Raum) aufweist.

  • Achten Sie vorsorglich auf eine ausreichende Vorratshaltung (Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Treibstoff).

Die Botschaft wird Sie auch weiterhin über ELEFAND über wichtige Entwicklungen der Sicherheitslage im Land informieren. Zu diesem Zweck überprüfen Sie bitte Ihre Angaben
und Kontaktdaten in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts (https://krisenvorsorgeliste.diplo.de) bzw. in der ELEFAND-App (für Android und iOS) und schalten Sie die Funktion der Notfall-Benachrichtigung per SMS frei. Ermuntern Sie bitte auch andere deutsche Staatsangehörige, die sich vor Ort aufhalten, zur Registrierung. Sollten Sie inzwischen ausgereist sein, beenden Sie bitte die Registrierung des Auslandsaufenthaltes in ELEFAND.

Bitte beachten Sie auch die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts (https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise), die laufend aktualisiert werden.

Prüfen Sie darüber hinaus die in unseren FAQs zur Verfügung gestellten Informationen: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/nahermittlererosten/2758504-2758504

Das Auswärtige Amt hat zudem eine Sondertelefonnummer eingerichtet. Sie erreichen diese unter folgender Rufnummer: +49 305000 87777.

Wir wünschen Ihnen alles Gute, passen Sie auf sich auf!

Ihr Team der Deutschen Botschaft in Amman

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