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Jordanien: Politisches Porträt

11.03.2026 - Artikel

Jordanien gilt als Stabilitätsanker in der Region. Die Partnerschaft mit Deutschland ist eng und vertrauensvoll. Das Landist aufgrund enger gesellschaftlicher Beziehungen in die palästinensischen Gebiete gleichzeitig den Wogen des Nahostkonflikts besonders stark ausgesetzt. Die Bevölkerung ist fast vollständig (ca. 97%) muslimisch.

Formal ist Jordanien eine konstitutionelle Erbmonarchie. Der König verfügt über weitrechende Kompetenzen, einschließlich umfänglicher Veto-Rechte, Er ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Das Parlament besteht aus zwei Kammern: einem durch den König ernannten Oberhaus (Senat) und dem Unterhaus. Das auf vier Jahre gewählte Unterhaus nimmt im Institutionengefüge eine vergleichsweise schwache Rolle ein. Die von König Abdullah II. 2022 angestoßene politische Modernisierung des Landes zielt auf schrittweise Stärkung des Parlaments und vertiefte Teilnahme der Bevölkerung an den demokratischen Prozessen ab – ohne jedoch das konstitutionelle Gesamtgefüge in Frage zu stellen. Legislaturperioden sind auf vier Jahre angelegt. Die letzten Parlamentswahlen fanden am 10.09.2024 statt.

Formal sind Exekutive, Legislative und Judikative unabhängig. Faktisch ist die Gewaltenteilung stark eingeschränkt.

Jordanien wird im Freedom House Index als „teilweise frei“ eingestuft. Das Landliegt auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen auf Platz 148 von 180.

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